diba
Die ING-DiBa AG ist die größte Direktbank in Europa. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.
Die ING-DiBa ist ein Tochterunternehmen der niederländischen ING Groep, eines weltweit agierenden Finanzkonzerns mit über 75 Millionen Kunden, 120.000 Mitarbeitern und Niederlassungen in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten (Stand Ende 2006).Das Kreditinstitut in Deutschland wurde 1965 als Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG (BSV) in Frankfurt unter anderem vom SPD-Politiker und späteren Bundesminister Georg Leber gegründet. Zweck des Institutes war es, allen Arbeitnehmern in Deutschland eine Bank zur Verfügung zu stellen, bei der sie die damals neu eingeführten Vermögenswirksamen Leistungen ansparen konnten. Georg Leber kommentierte das Verhalten der etablierten deutschen Banken damals mit folgendem Satz: „Die deutschen Banken kommen mir vor wie ein alter Hund, der satt ist. Dem kann man ruhig einen fetten Knochen hinhalten, der knurrt nicht einmal.“
1981 betrug das Kapital der Bank rund 75 Millionen DM und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) war über die BGAG, Eigentümer der Bank für Gemeinwirtschaft (BfG), und über die BfG mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter der BSV.
1994 erfolgte die Umfirmierung in Deutsche Direktbank AG und nach einer Klageandrohung (angebliche fast Namensgleichheit) der Deutschen Bank in Allgemeine Deutsche Direktbank AG. Bereits 1998 erwarb der niederländische Bankkonzern ING Groep 49 % der DiBa-Anteile. Ab 1999 trat die Bank unter der Marke DiBa (für: Direktbank) auf.
Sie etablierte sich als eine der größten deutschen Banken, die ihre Dienstleistungen ausschließlich per Telefon, Telefax oder Internet anbieten. Ebenfalls 1999 kaufte die Bank die in Hannover ansässige Bank GiroTel. Im Jahr 2002 erwarb die DiBa 100 % der Frankfurter Degussa Bank und verkaufte sie am 27. November 2006 mit einem Verlust von 14 Mio. Euro nach IFRS an eine von M. M. Warburg & CO angeführte Investorengruppe.
Anfang 2002 kaufte die ING Groep weitere 21 % hinzu, 2003 erfolgte die vollständige Übernahme der DiBa durch die ING. Die DiBa verstärkte im Produktbereich Immobilienfinanzierung ihren eigenen Telefonvertrieb durch die Zusammenarbeit mit Kreditvermittlern und stieg dadurch innerhalb weniger Jahre zu einem der größten deutschen Immobilienfinanzierer auf.
Im Juli 2003 übernahm die schon damals mit über zwei Millionen Kunden erfolgreichste Direktbank Deutschlands DiBa die zweitgrößte Direktbank Deutschlands, die Nürnberger Entrium Direct Bankers AG. Damit hatte sie neben der Zentrale in Frankfurt am Main und dem Standort in Hannover noch eine weitere Niederlassung in Nürnberg. 2004 änderte die Bank ihren Marktauftritt zu ING-DiBa, zum 1. Juli 2005 folgte die Umbenennung im Handelsregister in ING-DiBa AG. Des Weiteren ist die ING-DiBa AG Mitglied im Bundesverband deutscher Banken.